Druckschrift 
Das gute Pfarrkind in seinem häuslichen und kirchlichen Umgang mit Gott, Maria und den Heiligen während des ganzen Kirchenjahres : ein vollständiges Gebeth- und Erbauungsbuch für katholische Christen und Seelsorgsgemeinden / neu hrsg. von Franz Xaverius Pircher. Mit Gutheißung des fürstbischöfl. Ordinariates zu Brixen
Entstehung
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der kirchlichen Gnadenmittel für Kranke.

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fliehen, als zu dir, du Gott der Erbarmungen, der du in die Welt gekommen bist, zu suchen und selig zu machen, was verloren war, die Sünder aufzuneh­men, von denen ich der größte bin!?

Jesu! ich glaube unbezweifelt, daß du deinen Priestern die Gewalt gegeben hast, die Sünden nach­zulaffen. Ich hoffe mit Zuversicht, daß du mir auch meine Sünden verzeihen werdest, wenn ich sie herzlich bereue, und demüthig und aufrichtig beichte. Ich will es thun! Erleuchte mich, auf daß ich mich selbst erkenne, so erkenne, wie du mich fennest, und mich auch dem Priester so zu erkennen geben kann! Ich bitte durch alle deine Erbarmungen, laß mich durch das Feuer der Zerknirschung ein lebendiges Opfer vor dir werden! Gib mir um deines heiligsten Na­mens willen ein zerknirschtes, gedemüthigtes Herz und Thränenbäche über meine Sünden, auf daß ich diefelben so beweine und verabscheue, wie sie dir miß. fallen, und wie du selbst sie verabscheuest!

( Jegt erforsche dein Gewissen.)

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Seufzer eines renevollen Herzens.

Ich rede in der Bitterfeit meiner Seele, und bin voll Schmerzen, weil ich so oft und so schwer vor dir, o Gott! Böses gethan, und dein heiligsten väter­lichen Augen beleidiget habe. Ach, es ist kein Tag, oft nicht einmal eine Stunde verflossen, ohne daß ich dich beleidiget habe! Ist dies der Dank für die Wohl thaten meines Schöpfers, der Dank, daß du, o mein göttlicher Erlöser! dein Blut für mich vergossen haft? Mein Herz trauert in mir, und anstatt Thränen möchte ich Blut weinen, daß ich dich, meinen liebsten Vater, mein höchstes Gut, welches ich nun wirklich über alles liebe, so oft, und gewissermaßen unendlich beleidiget habe! Ach, mein Jesus! warum fann