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I.
Täglich wiederkehrende Audachten.
Liebes Pfarrkind! wie würdest du den Tag zubringen, wenn du wüßtest, daß er dein legter auf Erden sei? Du würdest gewiß keine Stunde desselben verlieren, dich vor der Beleidigung Gottes auf das sorgfältigste hüten, jede deiner Pflichten treu er: füllen, keine Gelegenheit, Gutes zu thun, außer Acht lassen, und durch oftmaliges Gebeth dich mit Gott, deinem künftigen Richter enge vereinigt halten. Nun weißt du aber weder Tag noch Stunde, wo du von hinnen scheiden mußt; dieser Tag kann wirklich dein letter sein. Wohlan! so bringe ihn zu, wie du den legten zubringen würdest. Beginne ihn sogleich mit einem andächtigen
Morgengebeth.
Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes stehe ich auf. Heilig, heilig, heilig bist du, o Herr, Gott der Heerschaaren! Himmel und Erde sind deiner Herrlichkeit voll. An dich, du ewige, unbetrügliche Wahrheit, glaube ich; auf dich, o unendliche Güte und Barmherzigkeit, vertraue ich; dich, o mein höchstes, vollkommenstes Gut, liebe ich vom Grunde meines Herzens über Alles; und weil ich dich liebe, ist es mir herzlich leid, daß ich dich so oft und so sehr beleidiget habe; ich nehme mir aber aufrichtig vor, dich niemals mehr bedachtsam zu beleidigen: o verzeihe mir meine Sünden, und sei mir gnädig im Leben und im Tode. Amen.
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