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der Armuth. Gieb uns Nahrung vom Erwerb unserer Hände; wir wollen Dein Brod nicht essen im Müßiggang.
Vergieb uns unsere Schuld, wie wir unsern Schuldigern vergeben.
Wir sind Deine Schuldner so vielfach; denn wer kann die Sünden zählen, die wir thun, und wer könnte ertragen, was wir täglich begehen? Wie ein besudelt Kleid ist all unsere Gerechtigkeit und keine Zahl ist unserer bösen Gedanken. Was kann ich von unsern Reden sagen, da die vollkommensten Männer selbst ihre Zunge kaum zu zügeln wissen? Ohne Maaß sind unsere Uebelthaten, kaum thun wir jemals etwas Gutes; ja wenn wir genau prüfen, so sind wir nicht die Errichter, sondern die Zerstörer Deiner Werke. Wie des Meeres Sand find unsere Unterlassungssünden. Mit welcher Stirne wagten wir vor Dein Angesicht zu treten, hättest Du uns nicht Vertrauen erweckt durch den Tod Deines Sohnes, der uns geliebet hat und rein gewaschen von unsern Sünden mit seinem Blute? O wie reich ist Deine Güte! Ueber unsere Sünden geht sie unendlich, die da Barmherzigkeit und nicht Opfer will. Ein Opfer vor Dir ist das zerknirschte Herz; das wirst Du, Gott, nicht verachten. Wer kann vor Dir bestehen, wenn Du Uebertretungen zurechnest? Aber vertrauend


