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Der heilige Gesang bei dem Gottesdienste in der römisch-katholischen Kirche : nebst den durch's Jahr gebräuchlichen Andachten, Gebethen und Litaneien
Entstehung
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ment empfange. Du hast es gesagt: dies ist mein Leibs, bies ist mein Blut. Dein Wort ist Wabre beit. Un dein Wort glaube ich. Dein Wort trúgt nicht. Du bist der Allwissende, der Ewigwahrhafte: darum glaube ich, was du gelehrt haft; und das rum fann mein Glaube nicht irren, und nicht wane ken. Was konnte deine Liebe o Herr! zu meinem Heile mehr thun? Ergründen kann ich diese Liebe nicht; nur glauben kann ich, anbeten und danken.

Mein Glaube an deine Lehre erweckt in mir auch die Hoffnung an das, was du verheissen hast. Versprochen hast du es, du einziger Mittler und Heiland der Menschen; wer mein Fleisch isset, und mein Blut trinket, hat das Leben in sich, und er wird leben durch mich. Du selbst bist die Nah­rung und das Leben der Seele. Du wirst also vollenden in mir, was deine Liebe angefangen hat,

wirst die Seele, die du durch die Buße zu Gna­den aufgenommen hast, von aller bösen Neigung reinigen, im Guten befestigen, mich stärken auf dem Weg zur Seligkeit, daß ich nicht abweiche von der rechten Bahn, und einst dahin gelange, wo du bist in der Herrlichkeit deines Vaters. Ja! so gewiß els du dich mir selbst dargiebst, so gewiß ist deine trostvolle Versicherung, daß ich mit dir ewig glück lich leben soll. Meine Zuversicht ist auf deine Güte, deine Treue, deine Allmacht gegründet. Kann sie zu Schanden werden?

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Ich glaube an die Wahrheit deiner Liebe. Ich hoffe auf die Verheissungen deiner Liebe, und ich follte dich, der du so unendlich gut und vollkome men bist, nicht über alles lieben? Du hast dich zu uns Sündern herabgelassen, um uns zu erhöhen;

du starbst den schmerzlichsten Tod, um uns zum Leben zu erwecken,- du giebst dich uns zur Nah­rung der Seele in dem Sakrament der Liebe, um