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Maria, meine Zuflucht und mein Trost! : ein vollständiges Lehr- und Gebetbuch für Verehrer der allerseligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria ... und im Anhang den Monat Mariä [Mai] enthaltend / gesammelt von Michael Sintzel
Entstehung
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der allerseligsten Jungfrau.

aus: Sehet eine Jungfrau, die durch ihre Tugenden das Herz ihres Gottes verletzt und erobert hat!

Weil Maria denn also eine so große Liebe zu Gott trägt, so verlangt sie sicher nichts so sehr von ihren Verehrern, als daß auch sie Gott lieben, so sehr sie nur können. Das sagte sie auch eines Tages der seligen Angela von Foligni, nachdem dieselbe kommunizirt hatte: Angela, mein Sohn hat dich geseg­net; suche Ihn also zu lieben, so sehr du es vermagst. Auch sprach die allerseligste Jungfrau eines Tages zur heil. Brigitta: Wenn du dich mit mir vereinigen willst, meine Tochter, so liebe meinen Sohn. Maria wünscht nichts mehr, als ihren Geliebten, das heißt Gott geliebt zu sehen. Novarinus fragt, warum Ma­ria im Hohenliede die Engel bat, sie möchten ihrem Herrn ver­kündigen, wie sehr sie Ihn liebe: ,, Ich beschwöre euch, ihr Töch­ter Jerusalems, findet ihr meinen Geliebten, so meldet 3hm, daß ich vor Liebe krank bin." Wußte Gott etwa nicht, wie sehr sie Ihn liebte? Warum wollte sie, daß die Wunde ihres Herzens ihrem Geliebten gezeigt werde, da Er doch Selbst es war, der sie ver­wundet hatte? Derselbe erwiederte, daß die göttliche Mutter da­durch nicht Gott, sondern daß sie uns Menschen ihre Liebe wollte erkennen lassen, damit, gleichwie sie von Liebe verwundet war, sie auch uns mit der Liebe Gottes verwunden möchte; damit die Verwundete verwunde. Weil Maria, durch ihre Liebe zu Gott, ein hellbrennendes Feuer ist, deßhalb entzündet sie alle, die sie lieben und die sich ihr nahen; Maria bewirkt, daß sie ihr gleich werden, sagt der heil. Bonaventura. Katharina von Siena nannte Maria Eine, die das Feuer der göttlichen Liebe bei sich trägt. Wollen auch wir von dieser seligen Flamme entzündet werden, so müßen wir suchen, uns durch das Gebet und durch An­muthungen zu Gott immer mehr unsrer geliebten Mutter Maria zu nähern.

DKönigin der Liebe, Maria, du Liebenswürdigste, du am meisten Geliebte und mehr als alle andern Geschöpfe Lie­bende!( wie dich der heil. Franz von Sales nennt), o meine Mutter, du warst immer ganz von Liebe zu Gott entzündet, erweise mir die Gnade, mir wenigstens einen Funken dieser Liebe mitzutheilen. Du batest deinen Sohn für jene Brautleute, die keinen Wein mehr hätten: ,, Siehe, sie haben keinen Wein!" Solltest du Gott nicht auch für uns bitten, uns, benen die Liebe Gottes mangelt, die wir einen Gott nicht lie­ben, den zu lieben wir so sehr verpflichtet sind. Sage du Ihm also: ,, Siehe, sie haben keine Liebe," und erlange uns diese Liebe! Ich bitte dich um keine andere Gnabe, als um bie