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Meßandacht.
* Wohne der heiligen Messe gern und mit großer Andacht bei: denn hier wird das Kreuzopfer unblutiger Weise erneuert und Gott dargebracht. Hier ist die Ehre, so Gott erwiesen, die Genugthuung und Danksagung, so ihm entrichtet wird, eben so unendlich groß, als die Gabe, die auf den Altar gelegt wird; weil Jesus, der Gottmensch, das Opfer und der Opfernde zugleich ist. Hier beten mit dir und für dich alle Wunden und Blutstropfen des Erlösers, die ihre Stimmen erheben; es beten mit dir und für dich alle Engel und seligen Geister, die den Altar umgeben. Soll ein solches Gebet nicht die Wolken durchdringen? Darum verrichten fromme Seelen ihre Andacht immer lieber bei der Messe, als außer derselben. Bete mit ihnen, aber mit gewissen Absäßen, mit Ueberlegung.
Meinung zu der heiligen effe.
O Gott! Dessen unendlicher Majestät auf dem Altare eben jenes große Opfer dargebracht wird, welches ehedem Jesus Christus dein eingeborner Sohn auf dem Altare des Kreuzes für das Heil der Welt entrichtet hat: in Vereinigung desselben opfere ich dir dieses unblutige Meßapfer auf, dir mit ihm und durch ihn 1) alle Anbetung und Ehre zu bezeigen, welche deinem heiligsten Namen gebührt; 2) allen Dank abzustatten, welchen ich und andere wegen deiner uns erwiesenen Gutthaten schuldig sind; 3) alle Genugthuung zu leisten, die für unsere Sünden erklecklich ist; 4) alle Gnaden und Tugenden durch die Verdienste seines Blutes


