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Nebung der drei göttlichen Tugenden.
Papst Benedikt XIV. hat durch ein Dekret vom 28. Jan. 1756 Allen, so oft sie diese Tugenden erwecken, 7 Jahre und 7 Qnadragenen Ablaß verliehen. Wer sie täglich erweckt, kann des Monats einmal, nach verrichteter Beicht und Kommunion, vollkommenen Ablaß erlangen, wenn er nach der Meinung des Hl. Vaters einige Zeit, etwa sechs Vater unser und Ave Maria, betet.
Glaube. Mein Gott! ich glaube an dich, daß du einfach in der Wesenheit, dreifach in den Personen, Vater, Sohn und heil. Geist, ein übernatürlicher Belohner des Guten und Bestrafer des Bösen bist; daß Jesus Christus für mich gestorben, und in dem heiligsten Altars- Sakramente wahrhaft gegenwärtig ist. Ich glaube auch alles Uebrige, was die heilige katholische Kirche zu glauben vor= stellt; weil du, der unendlich weise und ewig wahr= hafte Gott, dieses selbst geoffenbaret haft. In diesem Glauben will ich leben und sterben.
Hoffnung. Gütigster Gott! ich hoffe von dir durch die Verdienste Jesu Christi, meines Erlösers, und durch meine Mitwirkung alles Gute; die Verzeihung meiner Sünden, deine Gnade und das ewige Leben; weil du, o allmächtiger, unendlich gütiger und getreuer Gott! dieſes selbst versprochen hast. In dieser Hoffnung will ich leben und sterben.
Liebe. Liebenswürdigster Gott! ich liebe dich aus ganzem Herzen über alle erschaffenen Dinge, nicht nur darum, weil du mich zuvor geliebt, und mit unzählbaren Gutthaten überhäuft hast; sondern
Univ.- Bibl. Giessen


