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dankbarer Liebe getreu nachfolge, gib mir einen so lebendigen Glauben, daß ich deine Leiden mit einem solchen Mitleiden betrachte, als wenn ich, vor dir stehend, mit meinen Augen gesehen hätte deine Betrübniß am Oelberge bis zum Tode, dein Zittern und Entsegen beim Anblicke der kommenden Leiden, dein dreimaliges Gebet zu deinem himmlischen Vater, deinen Angstschweiß, der wie Blutstropfen auf die Erde rann, deine Ergebung in den Willen des himmlischen Vaters durch die Stärkung des Engels, womit du den Dienern des Hohenpriesters entgegengingest, die zu deiner Gefangennehmung mit Schwertern und Prügeln gekommen waren; gib mir einen so lebendigen Glauben, als wenn ich gesehen hätte deine Feßlung gleich einem Mörder, den treulosen Kuß des Judas, deine schmerzliche Führung zu den Hohenpriestern Annas und Kaiphas, dein sanftmüthiges Schweigen vor den falschen Zeugen, deine Geduld bei den erhaltenen Backenstreichen, sowie bei der Mißhandlung im Gefängnisse und Verspottung und Schlagung ins Angesicht mit Fäusten; gib mir einen so lebendigen Glauben, als wenn ich gesehen hätte deine Verurtheilung zum Tode in voller Rathsversammlung, deine schmerzliche Führung zum Gerichtshause des Landpflegers


