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Der katholische Christ in seiner häuslichen und öffentlichen Andacht : ein vollständiges Gebet-, Unterrichts- und Betrachtungsbuch / von P. Joseph Schneider, Priester der Gesellschaft Jesu. Mit bischöflicher Druckgenehmigung
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Gebete für die Verstorbenen.

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Ihn öfters, Er wolle ihnen das ewige Bicht leuchten und sie im Frieden ruhen lassen!

Hilf den armen Seelen auch dadurch, daß du recht von Herzen den heldenmüthigen Liebesakt machst, der einfach in einer freiwilligen Aufopferung besteht, womit du alle Werke der Genugthuung, die du in diesem Leben verrich­test, und alle Fürbitten, die dir nach deinem Tode zu Theil werden können, den armen Seelen im Fegfeuer zu deren baldigen Erlösung zuwendest, und in die Hände der allerseelig­sten Jungfrau übergibst, damit diese dieselben jenen armen Seelen zuwende, welche sie aus dem Fegfeuer befreien will.*)

Heldenmüthiger Liebesakt gegen die armen Seelen im Fegfeuer.

Himmlischer Vater! in Vereinigung mit den Verdiensten Jesu und Maria, opfere ich Dir für die armen Seelen im Fegfeuer alle Genugthuungswerke meines ganzen Lebens, sowie auch alle Gebete und guten Werke, welche nach meinem Tode für mich werden verrichtet werden, mit aufrichtigem und groß­müthigem Herzen auf. Alles dieses übergebe ich in die reinsten Hände der unbefleckten Jungfrau Maria, damit sie es jenen Seelen zuwende, welche sie aus dem Fegfeuer befreien will. Nimm, o mein Gott, dieses Opfer gnädigst an, und laß mich um desselben willen täglich in Deiner Gnade zunehmen und endlich Barmherzigkeit bei Dir finden. Amen.

Erste Andacht für die Abgestorbenen. ( 3u den heiligen fünf Wunden.)

O christliche Herzen* Betrachtet die Schmerzen Der leidenden Seelen; seh't ihre Geduld!* In Peinen und Qua­

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*) Durch diesen Liebesakt schenkt man den armen Seelen nicht Alles, was man für sich durch seine guten Werke verdient, sondern nur eine Frucht derselben, nämlich die Genugthuung für die zeitlichen Sündenstrafen; die zwei anderen Früchte, welche jedes im Stande der Gnade verrichtete gute Werk hervorbringt, nämlich die Vermehrung der heiligmachenden Gnade und der himmlischen Herrlichkeit und der Frucht der Fürbitte, oder die Erwerbung vieler anderer Gnaden für sich und für Andere schenkt man den armen Seelen nicht, und kann man überhaupt nicht verschenken, weil sie persönlich sind. Papst Benedikt XIII. hat denjeni­gen, welche diesen Liebesaft verrichten, am 23. August 1728 sehr viele Ablässe und große Vorrechte verliehen; Papst Pius VI. hat dieselben am 12. Dez. 1788 und Papst Pius IX. am 30. September 1852 bestätigt.( Vergleiche Maurel, die Ablässe, 5. Aufl. Paderborn 1874. Seite 267.

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