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Der katholische Christ in seiner häuslichen und öffentlichen Andacht : ein vollständiges Gebet-, Unterrichts- und Betrachtungsbuch / von P. Joseph Schneider, Priester der Gesellschaft Jesu. Mit bischöflicher Druckgenehmigung
Entstehung
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Tägliche Andachten.

ten trösten. 5. Das Unrecht geduldig leiden.- 6. Denen, die uns beleidigen, gern verzeihen. 7 Für die Lebendigen und Todten Gott bitten.

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Die drei göttlichen Tugende n.*) Glaube. O mein Gott! ich glaube festiglich Alles, was Du uns durch Deine katholische Kirche zu glauben vorstellst; weil Du, die ewige unfehlbare Wahrheit, Solches geoffenbaret hast.

Hoffnung. O mein Gott! Ich hoffe um der Verdienste Jesu Christi willen von Dir Verzeihung meiner Sünden, Deine Gnade und das ewige Leben zu erlangen; weil Du, allmächti­ger, barmherziger und getreuer Gott, Solches versprochen hast. Liebe. O mein Gott! Ich liebe Dich von ganzem Her­zen und über Alles; weil Du mein bester Vater und das höchste, liebenswürdigste Gut bist; Deinetwegen liebe ich auch meinen Nächsten, Freund oder Feind, wie mich selber.

Reue und Vorsat.

O mein Gott und Herr! diese und alle meine Sünden meines Lebens reuen mich von Grunde meines Herzens, nicht allein darum, weil ich dadurch verdient habe, von Dir, meinem gerechten Richter, zeitlich oder auch ewig bestraft zu werden, sondern am allermeisten reuen sie mich, weil ich Dich, o Gott, das höchste und schönste Gut, das ich über Alles hätte lieben sollen, dadurch beleidigt habe. Ich nehme mir darum ernstlich und fest vor, mit Deiner Gnade die Sünden zu meiden, und Dir die schuldige Genugthung dafür zu leisten. Dazu gib mir Deine Gnade, o Jesu! Amen.

Ein anderes Morgengebet.

Mein Herr und mein Gott! bei frühem Morgen wende Dein Auge auf mich; führe und leite alle meine Schritte, da­mit ich nach Deinen Willen wandle. Verleihe mir kindliche Furcht, herzliche Reue, Demuth des Geistes und Lauterkeit des Gewissens, damit ich nur an himmlische Dinge mein Herz hefte, die Sünde hasse und die Gerechtigkeit liebe. Nimm, o Herr, hinweg von mir die schändlichen Begierden des Sinnenlebens, die Traurigkeit der Welt, die Trägheit des Gemüthes, die eitle

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*) Ablaß von 7 Jahren und 7 Quadragenen. Papst Benedict XIV. 28 Januar 1756.