den armen Seelen zu helfen.
41
11
steht. Laßt uns daher für unsere Lieben beten, weil wir ihnen in kurzer Zeit folgen werden, und sie dann, wenn sie werden erlöst sein, unser in der nämlichen Drangsal ebenfalls werden eingedenk sein! Unser Glaube sei nicht bloß im Munde, und wir sollen nicht nur auf das sehen, was uns vor Augen ist, sondern wir sollen Allen Liebe erweisen, mögen wir ihnen körperlich gegenwärtig, oder abwesend sein. Denn die Liebe hört nimmermehr auf"( I. nr. 13.); und diejenigen, die einander wahrhaft lieben, werden einander nicht ver gessen können. Auch wird der treue Freund in der Noth erkannt. Wäre es nämlich nicht gottlos und grausam von dir, wenn du deinen Bruder oder Freund in einen Kerker oder in ein Feuer geworfen sähest, und dadurch nicht zu Thränen gerührt würdest, oder wenn du ihm die Hand reichen könntest, ihm diese Liebe nicht erwiesest, und, wenn du ihn auch mit einigen Worten befreien könntest, mit stummem Munde vorüber gingest! Laßt uns daher oft für die Todten unsere Hände gen Himmel erheben, und ihnen Alles, was wir zu ihrer Erlösung für nüßlich erkennen, mit frommer Schnelligkeit erweisen, indem wir bedenken, welche schreckliche Qualen sie leiden, und daß sie nicht zur Ruhe gelangen können, bevor sie gereinigt sind.
-


