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Trost der Armen Seelen : Belehrungen und Beispiele über den Zustand der Seelen im Fegfeuer ; nebst einem vollständigen Gebetbuche zum Troste derselben / hrsg. von Joseph Ackermann
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II. Von den Peinen des Fegfeuers. 19

nach dem Kirchenrathe von Florenz die pein­lichste aller Qualen ist. Niemand kann be­greifen, wie groß die Leiden einer vom Leibe getrennten Seele sind, welche sich in ihrer heftigen Sehnsucht nach Gott, ihrem höchsten und einzigen Gute, allzeit als einen Gegen­stand seiner strafenden Gerechtigkeit zurückge­stoßen sieht. Der heilige Bischof und Ordens­stifter Alphons von Liguori schreibt: Weit größer als die Peinen der Sinne im Fegfeuer ist die Pein, welche dort die heiligen Seelen dadurch zu ertragen haben, daß sie der An­schauung ihres Gottes beraubt sind. Weil dieselben nicht nur von natürlicher, sondern auch von übernatürlicher Liebe zu Gott ent­flammt sind, so werden sie so gewaltsam zur Vereinigung mit ihrem höchsten Gute hinge­zogen, daß sie, weil sie sich durch ihre Schuld davon zurückgehalten sehen, einen so heftigen Schmerz empfinden, daß derselbe sie jeden Augenblick zu tödten vermöchte, wenn sie sterben könnten. Deßhalb", sagt ve heilige Chrysostomus, ist diese Pein der Beraubung ihres Gottes für sie eine weit größere Qual als das Leiden der Sinne. Tausendfaches Feuer der Hölle", fügt er bei, würde ihnen keine so große Pein verursachen, als die Qual des Verlurstes Gottes."( Abhandlung vom Gebete.)

Von der Feuerpein des Fegfeuers.

Das Feuer des Reinigungsortes ist nach den heiligen Kirchenvätern von dem der Hölle