und Dasein des Fegfeuers.
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oder zu reinigen. Uebrigens glauben die Juden jetzt noch an einen Läuterungszustand nach diesem Leben und beten für die Abgeschiedenen.
Das Dasein des Fegfeuers wird aus dem neuen Testament bewiesen.
Der göttliche Heiland sagt:( Matth. 5. 25-26.) ,, Vereinige dich mit deinem Widersacher ohne Zögern, so lange du mit ihm auf dem Wege bist, damit dich nicht der Widersacher dem Richter übergebe, und der Richter dich dem Diener übergebe, und du in den Kerker geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir, du wirst von da nicht herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast." Nun verstehen unter diesem Kerker die Schriftausleger und Kirchenlehrer( Orig., Hier., Ambr., Hilar.) allgemein das Fegfeuer, indem offenbar von der andern Welt die Rede ist, und die Hölle nicht darunter begriffen sein kann, aus welcher kein Herauskommen gedenkbar ist, was doch hier als möglich vorausgesetzt wird. Ferner sagt der göttliche Heiland( Matth. 12. 32.): Und wer ein Wort wider des Menschen Sohn redet, dem wird vergeben werden, wer aber wider den heiligen Geist redet, dem wird weder in dieser, noch in der zukünftigen Welt vergeben werden." Hieraus folgert der heilige Augustinus( de civ. Dei I. XXI. c. 24.) mit andern


