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Trost der Armen Seelen : Belehrungen und Beispiele über den Zustand der Seelen im Fegfeuer ; nebst einem vollständigen Gebetbuche zum Troste derselben / hrsg. von Joseph Ackermann
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1. Vom Begriffe

gestraft werden, die Seele jedoch so lange vom Himmel ausschließen, in welchen nichts Unreines eingeht, bis sie ihre Schuld gänz­lich abgebüßt hat. Auch ist es der Ort in der andern Welt, wo schwere Sünden, für die man zwar in diesem Leben die göttliche Vergebung wieder erlangt, für selbe aber noch nicht genug Buße gethan hat, vollends ge­büßt werden. Denn es ist eine Glaubenslehre, daß durch die Lossprechung von den Sünden dem büßenden Sünder die Schuld und die Höllen­strafe zwar nachgelassen werden, dafür aber eine zeitliche Strafe zurückbleibe, die entwe­der auf dieser Welt, oder in der andern im Fegfeuer abgetragen werden muß, bevor der Zugang zum Himmel offen sein kann. Hie­rüber liefert uns die heilige Schrift Beweise an Moses und David, für welche eine harte zeitliche Strafe nicht ausblieb, obschon diese großen Diener Gottes durch ihre Buße über ihre begangenen Sünden mit Gott wieder ausgesöhnt waren. Auch hat sich die Kirche darüber deutlich erklärt.

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Das Dasein des Fegfeuers wird aus dem alten Testamente bewiesen.

Schon im alten Bunde wurde an einen Reinigungsort geglaubt, was deutlich jene Stelle im zweiten Buche der Machabäer( 12, 39-45) zu erkennen gibt, wo erzählt wird, daß man nach einem Treffen bei den Gefallenen