Die sieben Bußpfalmen.
unterweisen auf dem Wege, den du wandelst;* meine Augen will ich auf dich heften.- Werdet nicht wie Roß und Maulthier,* die keinen Verstand haben: Mit Gebiß und Zügel bändigst Du die Kinnbacken Derer,* die sich Dir nicht nahen wollen. Viele Plagen treffen den Sünder,* Erbarmen aber wird umfangen Den, der auf den Herrn vertraut. Freuet euch im Herrn, und jubelt, ihr Gerechten;* und frohlocket Alle, die ihr aufrichtigen Herzens seid. Ehre sei dem Vater zc. Dritter Bußpsalm.( Pf. 37.)
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Nichts
Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimme,* und züchtige mich nicht in Deinem Zorne. Denn Deine Pfeile haften tief in mir,* und schwer liegt auf mir Deine Hand. Gesundes ist an meinem Fleische wegen Deines Zornes;* keine Ruhe hat mein Gebein wegen meiner Sünden. Denn meine Sünden haben mein Haupt überstiegen,* und gleich einer schweren Bürde lasten sie auf mir. Meine Wunden eitern und gingen in Fäulniß über* wegen meiner Thorheit. Elend bin ich geworden und bis auf's Neußerste gebeugt;* betrübt geh' ich den ganzen Tag einher.- Denn meine Lenden find voll von Täuschungen;* nichts Gesundes ist in meinem Fleische. Ganz geschlagen bin ich und gedemüthigt,* ftöhnend vor Herzenspein. Herr, Du kennest all mein Sehnen, * und mein Seufzen ist Dir nicht verborgen. Mein Herz ist in Verwirrung, meine Kraft hat mich verlassen,* und selbst meiner Augen Licht ist von mir gewichen. Meine Freunde und meine Nächsten* haben sich genaht meinen Gegnern und dort aufgestellt. Ferne halten sich, die sonst mir beigestanden; doch, die mir nach dem Leben trachten, drängen mit Gewalt. Die mein Unglück suchen, reden Trug* und sinnen Täuschungen den ganzen Tag. Doch ich bin wie ein Tauber, der nicht hört,* wie ein Stummer, der den Mund nicht öffnet. Wie ein Mensch ward ich, der Nichts vernimmt * und im Munde keine Widerrede führt. Denn auf Dich, o Herr, habe ich gehofft;* Du wirst mich erhören, Herr, mein Gott! Denn ich sprach: Laß meine Feinde nicht über mich frohlocken, die, wenn meine Füße wanken, über mich voll Hochmuth reden. Denn Deine Geißeln zu ertragen bin ich bereit,* und immer ist mein Schmerz vor meinen Augen. Denn ich betenne meine Missethat,* und denke nach ob meiner Sünden. Aber meine Feinde leben und sind mächtig geworden über mich;* und zahlreich sind geworden, die mich widerrechtlich. hassen. Die das Gute mit Bösem vergelten, haben mich ver
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