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Katholisches Gesang- und Gebetbuch für die Angehörigen des Bisthums Limburg / im Auftrage des Hochw. Herrn Peter Joseph, Bischofs von Limburg, hrsg. von Julius Eiffler, Domvicar
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Anhang.

eingeborenen Sohnes. Wir sind um einen theuren Preis er fauft," sagt der Apostel. Siehe Jefum, den Erlöser, am schmach vollen Krenze zwischen Missethätern mit qualvollen Leiden und dem grausamsten Tode ringen; die Rettung deiner Seele ist es, weßwegen er, der Heiligste, Sündenlose, so namenlos duldet, verblutet, stirbt! Betrachte ferner, wie hoch die Heiligen den Werth ihrer Seele geschätzt haben. So viele tausend Martyrer haben sich mit unerschrockenem Heldenmuthe den grausamsten Peinigungen der Folter, der Geißelung, dem Feuer, der Kreuz­gung, der Enthauptung unterzogen, um den wahren Glauben zu bekennen und ihre Seelen zu retten. Sieh. so viele tausend Büßer haben sich hochherzig von Eltern, Kindern, Freunden losge rissen und in schauerlichen Einöden ihr Fleisch gefreuzigt, um nur ihr Seelenheil nicht zu verlieren. Siehe die Beispiele so vieler tausend Christen, die von jeher die größten Opfer der Selbstverleugnung und der Entsagung Gott darbrachten, um das Heil ihrer Seele zu sichern. Siehe, wie viele Mühe und Anstrengung es der Teufel sich kosten läßt, um dich zu ver­führen, dich in die Fallstricke der Sünde zu verlocken und so deine Seele in seine Gewalt zu bekommen. Fürwahr, die Mahnung des Apostels: Wir bitten euch, Brüder, ja doch euer Geschäft zu betreiben," gilt in ganz besonderer Weise von den Geschäfte unsers Seelenheils.

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2. Dieses Geschäft ist aber so überaus wichtig auch deswegen, weil es sich dabei um ein unersetzliches Gut handelt. Keine Bitten, teine Klagen, keine Renethränen helfen dem Unglüdli chen mehr, der seine eigene Heiligung verabsäumt hat, und wenn er auch Millionen darbieten würde. Nur Eine Seele haben wir zu verlieren; keine zweite können wir je gewinnen. Und mit der Einen Seele ist Alles verloren. Hab und Gut opfert man gerne, um das Leben des Leibes zu retten; denn Hab und Gut kann man später wieder erwerben; das Leben aber hat man nur einmal zu verlieren. Und doch ist dieses leibliche Leben nicht so unwiederbringlich, wie das Leben der Seele. Den Leib gibt uns Gott dereinst wieder bei der Auf erstehung. Aber die Seele? Ist diese verloren, so gehört fie der Hölle unwiderruflich in Ewigkeit. Würde Jemand sie nur auf so viele Jahre verlieren, als Sterne am Firmamente, als Sandkörner auf der Erde, als Wassertropfen im Meere find, so wäre noch nicht Alles verloren, weil ihm wenigstens die Hoff nung bliebe, fie cinst wieder zu erhalten; aber es gilt eine