Druckschrift 
Geistlicher Lilienkranz, geflochten aus siebenzehn Betrachtungen zu Ehren der unbefleckten Empfängniß Mariä und zu Nutz und Frommen ihrer Verehrer geistlichen und weltlichen Standes / von Franz Berg, Pfarrer. Mit Genehmigung des hochw. Bischöfl. Ordinariats Limburg
Entstehung
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Martyrium, inmitten einer befleckten Welt, umringt von so vielen sichtbaren und unsicht­baren Feinden, ausgesetzt ihren mannichfachen Nachstellungen und Versuchungen, ausgesetzt so vielem Spott und Hohn, ein unbeflecktes Leben zu führen. In Erwägung desselben spricht sich der h. Kirchenlehrer Hieronymus in seiner Lebensbeschreibung der H. Paula, Cap. 31, mit folgenden schönen Worten hierüber aus: Nicht die Blutvergießung allein wird als Bekenntniß angerechnet, sondern auch der unbefleckte Dienst einer gottergebenen Seele iſt ein täg­liches Martyrium. Jene Krone wird aus Rosen und Veilchen geflochten, diese aber aus Lilien." Ostrebe, christliche Seele! nach dieser Krone, die nicht wie die irdischen Blumenkränze ver­welkt und vergeht, sondern die unverwelklich und unvergänglich ist!

Aber nicht bloß das unbefleckte Opfer Christi ist für uns eine Mahnung, ein unbe­flecktes Opferleben zu führen, sondern auch die unbefleckte Gottesmutter, die unter dem Kreuze ihres göttlichen Sohnes stehend an dessen unbeflecktem Opfer den innigsten An­theil nahm, ja es in und mit ihrem Sohne dem himmlischen Vater darbrachte, und deren ganzes Leben ein fortwährendes unbeflecktes Opferleben war. In diesem letzteren Sinne ruft der h. Bischof Tharasius in einer Rede über die seligste Jungfrau aus: ,, Du reinstes