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schaften eines wahren Jüngers Jesu enthalten. Um nun zur Aneignung derselben recht zu ermuthigen, um die scheinbar harten und schweren Anforderungen gleichsam zu versüßen und so recht annehmbar zu machen, wies Christus hin auf die Seligkeit diesseits und jenseits, welche denjenigen zu Theil wird, die diese Eigenschaften sich aneignen. Deshalb beginnt und beschließt Er jede einzelne der acht Eigenschaften mit einer Seligkeit. So sagt Er z. B.: ,, Selig sind, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott anschauen... Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen; denn ihrer ist das Himmelreich." Matth. 5, 8 und 10. Der Heiland will damit sagen, daß sie schon hier auf Erden den Himmel christlicher Gesinnung und damit einen gewissen Vorgeschmack der himmlischen Seligkeit in sich haben und den Himmel jenseits mit seiner vollkommenen Seligkeit erhalten. Wie nun der Heiland seine Bergpredigt, eine Reihe von schönen, erhabenen Lehren, mit den Seligkeiten begann und seine Anforderungen an uns mit dem Worte Selig" einführte, so wollen auch wir die Reihe der folgenden Betrachtungen mit dem Worte Selig" beginnen, um die der sinnlichen Natur streng und hart scheinende Anforderung an uns,- ein Jeder nach seinem Stande einen unbefleckten Wandel zu führen, ohne welchen wir nicht wahrhaft glücklich
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