Gute Meinung und Aufopferung 2c. 11
aller Art u. s. f. Einen Tag tannst du dich ja doch halten. Am folgenden ist's schon leichter.
5) Thust du das täglich, so wird es auch täglich besser gehen. Du wirst nicht mehr leichtsinnig fündigen, und jedes Versehen sogleich erkennen, bereuen und zu verbessern suchen.
Mit solchen Vorsätzen geh' an deine Arbeit. Gott wird sie segnen.
Bei der Arbeit.
1) Bedenke wie gut es ist, daß du arbeiten und bein Brod verdienen kannst! Wie viele Kranke wolltens gern! Danke Ge dafür, und sei desto fleißiger!
2) Thu' nichts nur halb oder nachlässig, sondern wie's sein soll, und wie's Gott will, mit Fleiß und Bedachtsamkeit.
3) Frisch daran ist halb gethan. Muntere Arbeit gefällt Gott und den Menschen, und geht noch so gut von Statten. Verdrossenheit macht sie noch schwerer und schlechter.
4) Verschieb nichts auf morgen, was heute ge= schehen kann. Morgen ist die Zeit für etwas anderes.
5) Enthalte dich vor Zorn und Fluchen, und allen Reden wider die Sittlichkeit und Nächstenliebe.
6) Wenn du im Stande der Sünde beharrest, so ist all' deine Arbeit, mit der du den Himmel ver= dienen könntest, für die Ewigkeit verloren. Welcher • Schaden! Wie kannst du säumen, dich zu bekehren!
Beim Essen.
enke an den Spruch: Ihr esset und trinket, was ihr immer thut, so thut Alles zur Ehre Gottes 1 Cor. 10.


