Druckschrift 
Das Buch der Kirche vom Palmsonntage bis zum weißen Sonntage, oder Die Charwoche [Karwoche] und Osterwoche mit allen ihren gottesdienstlichen Handlungen, Lateinisch und Deutsch, nebst Erklärung der dabei vorkommenden Ceremonie / von G. M. Pachtler
Entstehung
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Ablaßgebete.

obtestor, ut meum in cor| meiner Seele: flöße meinem

vividos fidei, spei et cha­ritatis sensus, atque ve­ram erratorum meorum poenitentiam, eaque emen­dandi firmissimam volun­tatem velis imprimere, dum magno animi affectu et dolore tua quinque vul­nera mecum ipse consi­dero et mente contemplor, illud præ oculis habens, quod jam in ore ponebat tuo David Propheta de te, o bone Jesu: Forderunt manus meas et pedes meos; dinumeraverunt omnia ossa mea.

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erzen ein die lebhaften An­muthungen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, ferner eine wahre Reue über meine Verirrungen und den festesten Willen, mich zu beffern: in­dem ich mit tiefer Rührung und im Schmerze meiner Seele deine hh. fünf Wunden still betrachte, und im Geiste be­herzige, während ich vor Augen habe, was dein Prophet David schon über dich, o guter Jesu, dir in den Mund legte: Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt, sie haben alle meine Ge= beine gezählt"( Pi. 21, 17f.).

Bete noch etwas Weniges, etwa zwei bis drei Vater unser, für das Wohlergehen der katholischen Kirche.

Andere Ablaßgebete. ¹)

O Jesu, welcher du in diese Welt gekommen bist, damit wir das Leben haben und es im Überflusse haben, ich glaube fest, daß du in dieser Absicht deiner heil. Kirche die Schlüssel des Himmelreiches mit der Verheißung anvertraut hast, daß Alles, was sie auf Erden binden oder lösen würde, auch im Himmel sollte gebunden oder gelöset sein. Ich glaube ferner, daß die Kirche diese erhabene Gewalt hauptsächlich auf zweifache Weise ausübt, nämlich durch das heilige Sakrament der Buße, in welchem sie uns von den Fesseln unserer Sünden losbindet; und vermittelst der Abläffe, wodurch sie uns die zeitlichen Sündenstrafen nachläßt, die wir entweder in diesem oder in dem andern Leben auch dann gewöhnlich noch abzubüßen haben, nachdem uns unsere Sünden selbst und die dadurch verdiente ewige Strafe

¹) Aus dem Köthener Gebetbuche.

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