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den, und da man uns den halb wahren und halb falschen Grundsatz tief eingeprägt hat, daß beim Gebete alles auf eine gute Meinung ankomme- so hält es schwer, das Fehlerhafte in unseren Gebeten nur zu bemerken, noch schwerer, es zu verbessern. Indessen werden die seligen Wirkungen der Religion Jesu und ihr mächtiger Einfluß auf das ganze Verhalten des Menschen durch nichts so sehr gehemmt als durch die Mängel des Gebetes, ditrch die verkehrten, vernunftund bibelwidrigen Vorstellungen, welche wir uns von dem höchsten Weſsen und unsern Verhältnissen zu ihm machen. Darum wird eine kurze Abhandlung, worin gemeinverständlich erklärt ist, was beten heiße, wie und um was man beten und nicht beten müsse, was das Gebet für eine Kraft habe u. s. w. hier nicht am unrechten Orte stehen; ja es wird gewiß von großem Nußen und durchaus nöthig sein, diese Abhandlung, ehe man noch einen Blick in das Gebetbuch selbst wirft, mehr denn einmal mit Aufmerksamkeit zu lesen und zu beherzigen. Ist man schon zum Voraus mit den hier aufgestellten Grundsätzen vertraut und von ihrer Wahrheit durchdrungen, so müssen die nachfol genden Gebete und Betrachtungen einen stärkeren und dauerhafteren Eindruck machen, weil dieselben Grundsätze darin wiederholt, näher entwickelt und angewen=


