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gehabt mit mir: von meiner Kindheit an bis jetzt wartest du auf die Besserung meines Lebens; mancher Betrübniß, manchem Elend hast du mich entrissen, und bisher mich vor der ewigen Verdamm= niß bewahret. Deine mildreiche Hand hast du aufgethan, und mich mit Segnungen überschüttet, welche du vielen meiner Mitmenschen nicht gegeben hast, und die ich nicht verdient habe. Reinige nun auch mein Herz von alle dem, was dir mißfällig ist; bewahre mich hier in Glück und Unglück, bis ich dich einst von Angesicht zu Angesicht sehe, der du lebst und regierst mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste in Ewigkeit. Amen.
122. Pfalm.
Zu dir erhebe ich meine Augen, der du wohnest im Himmel. Siehe, wie die Augen der Diener auf die Hände ihrer Herren, und wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau sehen: so sind unsere Augen zu dem Herrn unsern Gott gerichtet, bis er sich unser erbarmet. Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser, denn wir sind übervoll mit Verachtung. Unsere Seele ist übervoll; zum Spotte sind wir den Reichen, und zur Verachtung den Stolzen.
Ich bete dich an, mein Herr und mein Gott, und danke dir für deine unendliche Güte, durch die


