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Belehrungen.
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sache, demüthig vor Gott dich niederzuwerfen, und ihn um seine Barmherzigkeit anzuflehen, haft du lau und nachlässig gelebt, so sollst du dich als einen unnüßen Knecht in Demuth bekennen; ist dir ein Unglück widerfahren, so sollst du es Gott zum Opfer als Genugthuung für deine Sünden darbringen. Du sollst beten bei jeder wichtigen Handlung, daß Gott seinen Segen dazu gebe; denn du kennst ja das Sprichwort: An Gottes Segen ist Alles gelegen." Bete, wenn es zum Gebete läutet: es ist dies ein alter katholischer Gebrauch, und nur schlechte Katholiken achten nicht mehr darauf. Bete besonders, wenn du versucht wirst, sei es innerlich oder äußerlich; da ist der gefährlichste Augenblick, da hast du augenblickliche Hülfe vonnöthen: bete damit du nicht in Versuchung fallest. Dein Gebet jei aber demüthig. In vollster Ueberzeugung deiner Unwürdigkeit, Schwachheit und Noth nahe dich dem göttlichen Gnadenthrone, und mit dem innigsten Gefühle deines Elendes trage deine Bitte vor, dann hast du Hoffnung auf Erhörung; denn der Prophet David sagt: Der Herr wird sehen auf das Gebet der Demüthigen, und nicht verschmähen ihr Flehen."( Pf. CI. 18.) Dein Gebet sei aufmerksam, andächtig, keine Formoder Gewohnheitssache; es jei ein Erguß des Herzens, welches Theil nimmt an den Worten des ndes, das seine Bedürfnisse fühlt, und im innigen Bewußtsein seiner Schwäche nach Gottes Hülfe verlangt. Es sei vertrauensvoll; denn in Anbe= tracht der Allmacht, Güte und Erbarmung Gottes, der gegebenen Verheißungen und der unendlichen Verdienste Jesu Christi dürfen wir keinen Augenblick zweifeln an der Erhörung unseres Gebeies, was Christus so ausdrücklich uns lehrt mit den Worten: Was ihr immer im Gebete begehret, glaubet nur, daß ihr es erhaltet, so wird es euch werden."


