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Die Skapulierbruderschaft : ein Unterrichts- und Erbauungsbüchlein, zunächst für die Mitglieder dieser Bruderschaft und dann für jeden Erbauung suchenden Christen / von Adolf Pfister. Mit Approbation des hochw. Bischofs von Rottenburg
Entstehung
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IV.

Zwede der Stapulierbruderschaft.

Da die Stapulierbruderschaft ein Bündniß ihrer Mitglieder mit Maria ist, das Skapulier aber das Zeichen dieses gegenseitigen Bundes, so können die Zwecke unserer Bruderschaft keine anderen sein, als: 1) zur größeren Verherrlichung Gottes die Verehrung Mariens eifrigst zu üben. Die besondere Verehrung Mariens war stets eine Quelle von Gnaden, und mehrere Heilige, besonders der hl. Alphons von Liguori nennen sie ein Zeichen der Auserwählung; darum sieht es das eifrige Mitglied der Skapulierbruderschaft für eine Ehre und ein Glück an, ein Diener der Himmelskönigin zu sein, ihr Kleid zu tragen und sie als seine Mutter und Herrin nach Kräften zu ehren und anzurufen.

2) Ein Hauptzweck der Skapulierbruderschaft ist der, daß Maria durch das fromme Leben ihrer Diener, der Bruderschaftsmitglieder, verherrlicht werde. In dieser Beziehung sieht sie besonders auf die Beobachtung der standesmäßigen Keuschheit und auf eine bescheidene eingezogene Kleidung; denn sie ist überzeugt, daß nur eine keusche Seele das himmlische Leben Mariens verstehen und ihres Beistandes theilhaftig werden kann, sowie sie andererseits in der Putzsucht und dem ärgerlichen Kleiderwechsel der Weltfinder ein Hinderniß alles Guten, das sie erreichen will, erkennt. Wer also nicht bloß den Namen eines Mitglieds der Skapulier­bruderschaft und das Skapulier nicht bloß äußerlich tragen will, bemüht sich, der Himmelskönigin Maria durch Liebe und Ehrerbietigkeit, durch oftmalige Gebete