Frohnleichnamslied.
243
2. Dieses Brod sollst du erheben, Welches lebt und gibt das Leben, Das man heut' den Christen weist; Dieses Brod mit dem im Saale- Christus bei dem Abendmahle- Die zwölf Jünger selbst gespeist. Und das Herz
-
3. Unser Lob soll laut erschallen, in Freuden wallen; Denn der Tag hat sich genah't, Da der Herr zum Tisch der Gnaden Uns zum ersten Mal geladen- Und dieß Brod geopfert hat.
-
Und
-
-
4. Durch das Lamm, das wir erhalten,-Wird hier der Genuß des alten- Ofterlammes abgethan; der Wahrheit muß das Zeichen, Und die Nacht dem Lichte weichen, Und das Neue fängt nun an. 5. Was von Jesus dort geschehen, Und wir so, wie er, begehen,- Mahnet uns an seinen Tod;- Als ein Opfer ihn zu ehren, Nach der Vorschrift seiner Lehren, Opfern wir ihm Wein und Brod. 6. Doch, wie uns der Glaube lehret, Wird das Brod in Fleisch verkehret, Und in Christi Blut der Wein; Was dabei das Aug' nicht siehet,- Dem Verstande selbst entfliehet,- Sieht der feste Glaube ein. 7. Unter zweierlei Gestalten- Sind sehr große Ding' enthalten, Deren sie nur Zeichen sind; Blut und Fleisch und Trank und Speise, Da sich doch in beider Weise- Christus unzertheilt befind't.
8. Wer zu diesem Gastmahl eilet,- Nimmt ihn ganz und unzertheilet, Einer Unzerbrochen, unversehrt. kommt, und Tausend kommen, Keiner hat doch mehr genommen,- Und er bleibt doch unverzehrt.
-
-
-
L
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
9. Fromme kommen, Böse kommen, Und sie haben ihn genommen, Die zum Leben, die zum Tod':Bösen wird er Straf' und Hölle,- Frommen ihres Heiles Quelle: - Wie verschieden wirkt dieß Brod! 10. Endlich wisse, daß vom Leibe- So viel in den Theilen bleibe,- Als das Ganze selbst enthält;- Nicht
-
16*


