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Wendelinusbuch : ein vollständiges Gebet-, Gesang- und Bruderschaftsbuch / von Adolf Wehrle, Erzbischöfl. Schulinspektor und Pfarrer in Wahlwies. Mit Genehmigung des erzbischöfl. Capitelsvicariates Freiburg
Entstehung
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es öfters geschah und wie es zur Kenntniß An­derer gelangte. Der Herr nämlich, bei dem Wendelin diente, hatte in der Stadt, welche an der Stelle des heutigen Straßburg stand, Ge= schäfte und reiste eines Tages mit einem Diener dahin. Als sie auf dem Rückwege waren, ging ihr Weg durch die Gegend, wo der Heilige seine Heerde hatte, während ihm von seinem Herrn eine andere Weide, nahe bei dem Schlosse des Herrn, angewiesen war. Als sie dem Hirten, den sie schon von der Ferne bemerkt hatten, näher kamen, sagte der Herr zu dem Diener, der ihn begleitete: Ich glaube, dieser Hirte ist unser Wendelin, da er ihm gar nicht ungleich ist." Der Diener jedoch wunderte sich, wie sein Herr sich dieses denken könne, da er gleich dachte, welch eine weite Entfernung von Trier bis hie­her sei( etwa 14 Stunden). Bald konnten sie sich nicht mehr täuschen, da sie beim Näherkom­men ganz deutlich den heiligen Hirten erkannten. Der Herr aber, der darin ein Zuwiderhandeln gegen seinen Befehl sehen wollte, tadelte den Hirten und verwies es ihm strenge, indem er fragte, wie es ihm denn einfallen könnte, hie­her, soweit seine Heerde zu treiben, während doch die Besitzungen bei Trier groß genug seien und es auch genug Weide dort hätte. Doch Wendelin erwiederte in aller Bescheidenheit: ,, Lieber Herr! zürnet nicht gar so sehr; denn