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Es ist ein angenehmes Bewußtsein, von Anderen, besonders von höher stehenden Personen geliebt und geschätzt zu werden. Für welche Ehre und welches Glück hält man es, die Liebe und Gunst eines Königs zu besitzen! Das Leiden Christi zeigt nun im hellsten Lichte, wie sehr Gott uns liebt und schätzt. Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn hingab, damit Alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben." Gott liebt mich! Welch freudiger und tröstlicher Gedanke! Gott liebt mich! Das ist mir mehr werth, als die Mächtigen der Erde zu Freunden zu haben. Gott liebt mich! Mögen die Menschen mich verachten und hassen, das fümmert mich nicht. Diese Liebe fann mir kein Mensch, kein Teufel wider meinen Willen nehmen. Durch das Leiden und den Tod Jesu bin ich ein geliebtes Kind Gottes und Erbe des Himmels geworden. Welchen Trost gibt mir also die Betrachtung des Leidens Christi!
Die Betrachtung des Leidens Chriſti iſt tröstlich für den Sünder. Ach, seufzt oft der Sünder, Schrecken und Angst überfällt mich, wenn ich an meine Sünden denke. Werde ich Gnade finden und selig werden? Habe Muth und freue dich! Christus hat deine Sünden getilgt und dich mit Gott versöhnt. Welche Freude muß nicht einen Missethäter, den man zur Hinrichtung führt, durchströmen, wenn er das Wort ,, Gnade" vernimmt und hört, er solle in des Königs Palast wohnen


