1. Gebete f. d. tägl. Hausandacht. Am Sonntag- Abend.
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gnädiglich erhören und heute diese Nacht und alle Zeit meines Lebens gnädiglich behüten wirst. Mir geschehe, Herr, nach deiner tröstlichen Verheißung. O lieber Herr Jesu Christe, bleibe bei mir, denn es will Abend werden und der Tag dieser Welt hat sich fast geneigt. O lieber Herr Christe, wecke mich auf vom Schlaf der Sünden, damit ich bereit sei, wenn du zum Gericht kommst, dich mit Freuden zu empfangen und dir mit reinem Herzen zu dienen, durch dein Verdienst, Schmerzen, Leiden und Tod, hochgelobet in Ewigkeit. Amen. Dresdner Gesangbuch. 1595.
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Allmächtiger Herr und Gott, nach deiner Ordnung naht sich nun die Nacht und Finsternis herzu, und wir begeben uns in Ruhe und Schlaf. Wir rufen und schreien zu dir, wollest uns gnädig in deinem Schuß und Schirm halten, auch uns weder Nacht noch Finsternis, weder Feind noch Tod, noch den Fürsten der Hölle beschädigen lassen; und wo unsere Schwachheit mit Schlaf erfüllt sein wird, da laß doch wenigstens unser Herz und Gemüt in dir wachen; sei ihm allewege eine feurige Säule, nach welcher sich's im Finstern richte und verleihe uns, daß wir nicht als Kinder der Nacht und Finsternis, sondern des hellen Lichtes und ewigen Tages vor dir allezeit erfunden werden, durch unsern Herrn Jesum Christum. Amen.
Aus Löhes Samenkörnern.
Ich sage dir Dank, du wahres ewiges Licht, daß du mich in dem Glanze deiner göttlichen Gnade und deines Geistes in dieses natürlichen Tages Schein vor schweren Sünden behütet hast. Laß nun, o Gott, der du die Nacht dem gebrechlichen Leibe zur Ruhe verordnet hast, meine mühselige, sündige Seele in dir ruhen und Frieden haben vor aller List und jeglichem Anlauf des bösen Geistes. Meine Sinne und Gedanken laß samt Händen und Füßen feiern, schweigen und stille sein zu dir, der du den Deinen gegenwärtig und unvergessen bist auch im tiefen Schlafe. Laß ja nicht mein träges Fleisch die arme Seele überwältigen, daß sie dein ver
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