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Erster Teil: Das Hausbuch.
bitte dich von Grund meines Herzens, du wollest hierauf mich in meinem Stand und Beruf gnädiglich, deinen Verheißungen nach, ansehen und segnen, mich allezeit in wahrer Andacht erhalten, damit ich dich dermaleinst in der ewigen Seligkeit mit allen himmlischen Herscharen unaufhörlich preisen möge. Dir sei, samt deinem geliebten Sohne, Jesu Christo, und dem heiligen Geiste für diese und alle andern Wohlthaten auch hier zeitlich Lob, Ehre und Dank gesagt. Amen. Lüneburgisches Handbuch. 1652.
Um Glauben.
O mein Gott und Herr, der du mich aus Gnaden ohne all mein Verdienst in diesen deinen heiligen christlichen Glauben erwählt und berufen hast, ich bitte dich, daß du denselbigen Glauben in mir erhalteſt, stärkest und mehrest, daß ich nimmermehr in keinem Artikel irre oder zweifle. Gieb, daß ich mich fröhlich darauf erwäge, daß er dein einiges Werk ist. Gieb mir zu erkennen Christum, deinen einigen Sohn, für meine eigne Gabe, daß er mir gegeben, geboren, gelitten, geſtorben, erstanden und gen Himmel gefahren sei, daß du mir ihn gegeben hast zu meinem Erlöser, Versöhner, Opfer und Bezahler meiner Schuld, zu meinem Seligmacher, daß ich ihn erfenne für meinen Herrn und Meister- daß ich wahrnehme seines Erempels zum Leben und zum Sterben, daß ich nachfolge seiner göttlichen Lehre und mich tröstlich auf sein Wort und Verdienst verlasse. Denn ich bekenne, daß nicht meine Werke oder Verdienst mögen austilgen meine Sünde oder die Gnade erwerben zum Leben, sondern allein seine Werke und Verdienst; die sind mächtig und genugsam, meine Sünde zu vertilgen, den Tod, Teufel und die Hölle zu überwinden. O barmherziger, gütiger Gott, gieb, daß dieſer mein Glaube ausbreche in die Werke der Liebe gegen dich und meinen Nächsten in wahrer rechter Liebe, durch welchen Glauben du mich wollest erleuchten, reinigen und rechtfertigen, verneuen und ein Kind Gottes machen. Amen. Aus den Gebeten Kurfürst Johann Friedrichs, Herzogs zu Sachsen. 1562.
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