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Allgemeines Gebetbuch : ein Haus- und Kirchenbuch für evangelische-lutherische Christen / hrsg. im Auftrag der Allg. Luth. Konferenz
Entstehung
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1. Gebete f. d. tägl. Hausandacht.- Während des Sonntags. 11

Herr Jesu Christe, du wertes Licht und Sonne der ewigen Gerechtigkeit, scheine mir allezeit kräftiglich mit deinem heiligen Worte und laß das Licht deines Trostes aufgehen in meinem Herzen. Behüte mich vor allen Werken der Finsternis und gieb, daß ich allezeit wandle wie die Kinder des Lichts, auf daß ich, aus der Finsternis dieser Welt errettet, die Klarheit deiner Herrlichkeit ewiglich schauen möge. Amen. Dresdner Gebetbuch. 1595.

O du mein allerliebster Herr Jesu, dich bitte ich durch deine große Barmherzigkeit, durch welche du mich, Herr, vom ewigen Tode erlöset hast, mache mein hartes und steinernes Herz weich durch deine heilige Ölung( Salbung) des Geistes und durch deinen süßen tröstlichen Namen, daß ich vor dir allezeit ein demütiges und zerknirschtes Herz habe. Laß mich in deiner Liebe der Welt gar absterben und von wegen deiner Liebe aller zeit­lichen und vergänglichen Dinge vergessen, als daß ich von wegen des Zeitlichen nicht traure noch mich freue, nichts Zeitliches fürchte noch liebe, sondern an dir allein all meine Lust, Liebe und Freude habe. Amen. Dresdner Gebetbuch. 1595.

Während des Sonntags.

Gebet für die Prediger göttlichen Wortes. Allmächtiger Gott, der du durch deinen lieben Sohn uns befohlen, dich zu bitten um Arbeiter in deine Ernte und uns Erhörung gnädiglich zugesaget hast, ich bitte dich um dessel­bigen deines lieben Sohnes willen, du wollest deiner lieben Christenheit rechtschaffene Diener und Prediger deines heiligen Wortes mit großer Anzahl und Scharen geben. Sende aus Weise und Schriftgelehrte, begnadige die mit deinem heiligen Geiste, welche du uns zuschickst. Erfülle sie mit wahrem Ver­stand deines Wortes, daß sie uns den Weg zum ewigen Leben recht weisen, die Schrift unverfälscht auslegen, dazu uns vor unrechtem Glauben und Menschentand, samt allem Gift der Seelen warnen, auf daß wir in reiner Lehre und Glauben