Morgen- Andacht.
Ich glaube, daß ich von Dir eine unsterbliche Seele, die ein reiner Geist und einer ewigen Glückseligkeit fähig ist, empfangen habe; so auch, daß ich ohne deine göttliche Gnade nichts vermag, mit dem Beistande derselben aber alles zustandebringe, was zu meiner Seligkeit nothwendig ist. Ich glaube, daß durch die heilige Taufe die Erbsünde aus uns weggenommen wird, und durch die Erlösungsgnade Jesu Christi der bußfertige Sünder Rechtfertigung finden kann.
14
Endlich glaube ich alles, was in den zwölf Artikeln des apostolischen Glaubensbekenntnisses enthalten ist und Du mir sonst noch durch die katholische Kirche, die ich an ihren Merkmalen als die wahre Kirche erkennen muß, zu glauben vorschreibst. Alles dieses nehme ich von Herzen an, weil Du, o Gott, es geoffenbart hast, der Du nicht irren kannst, weil Du allwissend, wahrhaft und die ewige Wahrheit selbst biſt.
Hoffnung.
O gütigster Gott, ich verlange, Dich im Himmel zu besitzen, ewig anzuschauen und zu lieben, weil Du allein mein bestes Gut, mein letztes Ziel und der Gegenstand meiner höchsten Glückseligkeit bist. Auch
332
832


