Vorwort
an den freundlichen Leser.
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ut ist das Gebet; besser aber wird es, wenn es mit einem tugendhaften Wandel verbunden ist. Die Frömmigkeit, sagt der heilige Gregor von Nyssa, ist das Herz, ja die Seele des Gebetes, ohne welche dieses gleichsam todt bleibt und selten von Gott erhört wird. Das Gebet ist Gott überaus angenehm; doch muß ein frommes Leben ihm den Saft geben, lehrt der heilige Laurentius Justiniani. ,, Das Gebet des Menschen, der sich verdemüthigt, dringt durch die Wolken", ¹) es ſei denn, daß, wie der Prophet Jeremias 2) sich ausdrückt, die Sünde und ein lasterhaftes Leben einer Wolke gleich sich ihm entgegenstellen.
1) Sir. 35, 21.
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- 2) Klagel. 3, 44.


