zu Ehren der Hl. Herzen Jesu u. Mariä. 563 Liebespfeil der Maria Eſtelle, der armen Dienerin Jefu. ,, O Jesus, wie sehr liebe ich Dich! O bewirke, daß Dich die Sünder lieben, welche ich Dir anempfehle! O mein Vielgeliebter! meine Seele verlangt nach Dir; ich kann ohne Dich nicht leben, mein lieber Jeſus! Warum ist es mir nicht erlaubt, Dich mit mir zu tragen? Ich fühle das ganze Gewicht meiner Unwürdigkeit, und dennoch fühle ich mich zu Dir hingezogen durch eine unsichtbare, allmächtige Gewalt. Diese Gewalt ist die Liebe, welche ich für Dich habe. Der Lieblings- Jünger ist nicht allein an der Brust des guten Erlösers; es ist auch der armen Dienerin erlaubt, dort mit Liebe zu ruhen und zu fühlen das Schlagen dieses Herzens, welches für sie schlägt. Vereinigt mit diesem anbetungswürdigen Herzen, nähre ich mich von Liebe. Von dort kommt mir die Salbung, welche mich unterweist und erleuchtet."
VIII. Dienst des Bittenden.
Durchdrungen vom lebhaftesten Glauben und kindlichstem Vertrauen, soll der Bittende den himm= lischen Vater oft anflehen, den armen Sündern die Augen zu öffnen, damit sie den Abgrund erkennen, in welchem sie sich befinden, und die heiligsten Her zen Jesu und Mariä durch eine wahre Bekehrung trösten.
Lebensregel. Mit Gebet und Demuth erhält man alles von dem Herrn; denn es heißt: ,, Bittet,


