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Das erste Gärtlein.
fromm zu leben, daß du alle Augenblicke ein neues Gefallen an mir habest. Amen.
Bund mit Christo, zuweilen zu sprechen.
O mein theurer Erlöser Christe Jesu! weil dir keine Uebungen gefälliger sind, als diejenigen, welche zu Ehren deines bittern Leidens geschehen, so nehme ich mir vor, desselben heute vielmals zu gedenken und all' mein Thun und Lassen zu dessen Ehren einzurichten. Weil ich aber wegen vorfallender Geschäfte nicht allzeit an dasselbe denken kann, so errichte ich jetzt folgenden Bund mit dir, welchen du im Himmel bekräftigen wolleft.
Wie oft ich heute gen Himmel sehen werde, will ich es thun zum Gedächtniß, daß du in deinem Leiden so vielfach gen Himmel gesehen, und deinen Vater um Hülfe ange= rufen hast.
Wie oft ich heute die Augen niederschlagen werde, will ich es thun zum Gedächtniß, daß du in deinem Leiden die Augen aus Schamhaftigkeit niedergeschlagen, und Niemand haft ansehen mögen.
Wie oft ich Athem schöpfe und aushauchen werde, will ich es thun zum Gedächtniß, daß du in deinem Leiden so vielmal geseufzet, und deinem Vater dein Leid geklagt haſt.
Wie oft ich heute eine Hand bewegen werde, will ich es thun zum Gedächtniß der vielen Backen- und Geißelstreiche, so du in deinem Leiden empfangen hast; und so oft ich einen Schritt gehen werde, will ich es thun zu Ehren der blutigen Schritte, so du in deinem Leiden gegangen bist.
Wie viel Bissen ich heute effent, wie viel Tropfen ich trinken werde, so viel tausendmal will ich dir Dant gesagt haben wegen des bittern Durstes, so du gelitten, und wegen der Galle und des Effigs, so du getrunken hast.
Wie viele Schweißtropfen ich heute schwitzen werde, so viel tausendmal soll dir Dank gesagt sein für alle blutigent Schweißtröpflein, so du am Delberge und am h. Kreuze geschwitzt hast, als du mit dem bittern Tode gerungen. Und endlich, wie oft mein Her heute klopfen, mein Puls schlagen wird, so viel tausendmal will ich dir Dank


