moncon
-
295
Gedanken, der mir's auch noch so ganz an's Herz legt, wie so nichtig mein irdisches Leben, alle Größe und Hoffnung dieser Welt so eitel fey, ja! wie keine Hoffnung, keine Größe bestehe, als allein in dir, o Gott! und in deiner Gnade, o, laß ihn doch nie in meiner Seele wohnen, als nur so, wie es der Glaube lehrt, welcher will, daß das Andenken an Verstorbene, und unser Gebet für sie, würdig und heilig sey, würdig und heilig mache. Und das sey, das wirke auch das meinige! damit es mich triste, mich reinige, mich heilige, mich mit Liebe und Gnade vor dir erfülle; meinen abgeschiedenen Mitbrüdern und Mitschwestern im Glanben und in der Liebe zur Freude, mir selbst aber zur Erweckung werde, jede vor dir giltige Fürbitte, die etwa für mich jetzt oder künftig, hier oder in jener Welt, vor oder nach meis nem Tode geschieht, wahrhaftig zu verdienen, und nach keiner andern zu trachten, als nach derjenigen, die, ferne von allem heillosen Mißtrauen und unlaute: rem Wesen, bloß die Frucht eines christlich- verdienstvollen rechtschaffenen Lebens, und der dadurch allge= mein erworbenen Zuneigung gläubiger und theilnehmender Herzen ist, damit diese Erweckung mich aus treibe, alles mein Handeln öffentlich und im Stillen so einzurichten, daß es mich vor den Schrecken der Hölle und deines Gerichts, o Gott, heilsam sichere, mir Zuversicht zu dir erwerbe, mein Andenken bei dir


