1
273
-
an leiblichen Gaben( durch Fleiß, Treue und Redlichkeit) so viel zufließen lassen werdest, als uns gut und nöthig ist, um dir mit desto freudigerem Herzen zu dienen!
Die Beleidigungen, die wir dir durch Sünde, durch unsern Undank für alle deine Güte, durch un sere Lauigkeit in deinem Dienste, zugefügt haben, vergib uns, o Herr und Erbarmer! Und da du uns nur nach dem Maaße vergeben wirst, wie wir unsern Schuldigern vergeben: ach, so flöße doch Liebe und Wohlwollen, Nachsicht und Versöhnlichkeit, Großmuth und Geduld in unser elendes rachsüchtiges Herz, damit unser Gebet uns nicht zur Verdammniß werde, wenn wir dich bitten, uns so zu verzeihen, wie wir unsern Beleidigern verzeihen!
Die Versuchungen, womit uns deine Gnade kämpfen läßt, um uns zu würdigen Siegern zu machen, und uns selbst sowohl als andere dadurch im Vertrauen und in der Liebe gegen dich zu stärken, indem sie uns überzeugen, was für schwache Geschöpfe wir sind, und wie wir nur allein zu dir unsere Zuflucht nehmen müssen, wenn wir daraus errettet werden wollen,- laß sie, laß sie doch nicht so schwer seyn, daß wir denselben unterliegen!
Laß weder Ungeduld und Mißtrauen gegen deine Baterliebe, noch Uebermuth und Vermessenheit unser
erz verleiten, und übergib uns doch unsern eigenen Lasten nicht, sondern erlöse uns von dem Bösen,


