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mein Herz mit heiligen Gedanken zu erfüllen, mich ganz der Andacht widmen. Ich will jedem Gottesdienste, bei dem ich mich entweder aus kirchlicher Anordnung oder aus freiem gottgefälligem Eifer einfinde, mit aller demselben gebührenden Ehrerbietung und Aufmerksamkeit beiwohnen; auch die Pflicht, welche ich sowohl der häuslichen als öffentlichen und allgemeinen Erbauung schuldig bin, auf keine Weife verletzen. Ich will untersuchen und erwägen, was für Wohlthaten ich die vergangene Woche hindurch von Gott erhalten, und was für Sünden ich dage= gen wider ihn begangen habe;- untersuchen selbst meine Tugend, meine Fehler; jene, um mich ihrer mit Dank und Demuth zu erfreuen und sie zu befestigen, diese, um mich ihrer immer mehr und mehr zu entschlagen, und sie mit der Gnade Gottes endlich ganz zu unterdrücken;- ich will untersuchen, was mir noch mangele, worin ich besser, und worin ich schlimmer geworden bin.
Ferner will ich mich durch Anhdrung oder Lesung heilsamer Lehren und Ermahnungen, vornehmlich aber durch das Wort Gottes unterrichten und im Guten stårken, auch zugleich dabei Betrachtungen über mich selbst anstellen; Betrachtungen über die Flüchtigkeit und Kürze dieses Lebens, welches wir oft so unbillig und übel anwenden, ob wir gleich zu keinem andern Endzwecke erschaffen sind, als, dich, Gott! zu erkennen, dich zu lieben und dir zu


