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ket stets an ihn, als den Beobachter, Zeugen, Belohner und Bestrafer eurer Gedanken, Worte und Werke. Denket, redet, handelt allezeit so, daß ihr nicht nöthig habet, euch, bey der Erinnerung an den Allgegenwärtigen, eurer Gesinnungen und Thaten zu schämen. Werdet endlich nicht lau und träge im Gebethe, wenn Gott eure Bitte nicht sogleich erhört. Unsere Pflicht ist es daher, zu harren, und ihm die Zeit und die Art der Erhörung zu überlassen. Gott weiß, wie eitel oft unsere Wünsche und Begierden sind. Erlangen wir auch nicht das, was wir begehren: so ist um deßwillen ein wahres Gebeth nicht ohne Erfolg.
7) Wir müssen aber auch entschlossen seyn, zu thun, was wir im Gebethe von Gott zu erhalten suchen, und nicht denken, daß uns Gott Etwas, ohne unfer Mitwirken, verleihen werde. Bitten wir z. B. Gott um Linderung und Trost in der Trübsal, so müssen wir nicht geflissentlich der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit


