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Abendgebet.
Allmächtiger, gütiger Gott und Vater! am Ende dieses Tages werfe ich mich in Demuth vor Dir nieder, um Dir für so viel des Guten, das mir heute von deiner unerschöpflichen Güte zugeflossen, von Herzen findlich zu danken. Deiner Vatergüte habe ich zuzuschreiben, was ich heute Nüßliches vollbrachte. Du bewahrtest mich vor Unglück, gabst mir Kraft und Muth, die vorkommenden Leiden und Beschwerden zu ertragen; mit deiner Hülfe konnte ich meine Standespflichten erfüllen, dem Nächsten mit Rath und That beistehen. Ja, deine Gnade, o Herr! hat mich heute vor schweren Sünden bewahrt, deine Güte mir die Gesundheit des Leibes, die Ruhe des Herzens erhalten. Wie soll ich Dir würdig danken, o Du mein bester Vater und Wohlthäter! für Alles, was Du mir gegeben? Ich habe nichts, als ein Herz, das gerührt von deiner Güte, Dir danken möchte, wie es Dir ziemte. Ich danke Dir, o mein Gott! ich danke Dir für Alles, auch für Leiden und Widerwärtigkeiten, die ich heute erfahren; ich lobe und preise Dich über Alles, und wünsche Dich
SOTT


