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XIV. Station.
Jesus wird in das Grab gelegt.
Ich bete Dich an, o Herr Jesu Christe! und benedeie Dich, weil Du durch Dein Kreuz die Welt erlöset hast.
Damit wir ja gewiß überzeugt sein können, daß er wahrhaft am Kreuze uns zu Liebe gestorben ist, so will Jesus jetzt auch begraben werden. Also ist auch dieses Begräbniß ein Beweis seiner Liebe zu uns. Er wird in das Grab gelegt, um da von der großen Arbeit, die er vollendet hat, auszuruhen. Bei Erschaffung der Welt ist er nicht müde geworden, aber bei Erlösung der Welt hat er sich zu Tode gearbeitet. Jetzt bin ich erlöst, und so liebevoll erlöst, da ich sonst hätte ewig zu Grunde gehen sollen. Was will ich denn jetzt meinem Jesus für diese allergrößte Wohlthat der Erlösung vergelten? O! was bin ich doch Demjenigen schuldig, der wegen meiner Erlösung so Vieles und Schrecktiches hat leiden, ja sogar des bittersten Todes hat sterben wollen? Keine Ver
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geltung ist da hinreichend, weil die Wohlthat unendlich ist. Was soll ich doch thun? Ein Einziges nur möchte hinreichen. Ich opfere Dir, o Jeſu, für diese Wohlthat Deine eigenen unendlichen Verdienste; denn diese sind doch auch mein. Zu diesem setze ich wohl auch noch eine Kleinigkeit hinzu- den festen und recht ernstlichen Vorsatz, Dich, o bester Erlöser! weder im Großen, noch im Kleinen mehr zu beleidigen, und ganz für Dich zu leben. Amen. Vater unser. Ave Maria.
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Erbarme Dich meiner, o Jefu! erbarme Dich meiner, und sei mir gnädig wegen Deines heiligsten Leidens.
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