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X. Station.
Jesus wird seiner Kleider beraubt, und mit Galle und Essig getränkt.
Ich bete Dich an, o Herr Jesu Christe! und benedeie Dich, weil Du durch Dein Kreuz die Welt erlöset hast.
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Eine äußerst bittere Qual, eine unaussprechliche Pein war es für den Heiland, da vor einem unzähligen Volke der Kleider entblößt zu werden. Ich erinnere mich da jener schändlichen Sünden wider die Reinigkeit, welche jetzt unser göttlicher Erlöser mit einer so großen Beschämung abbüßen muß. Ich bereue und verfluche diese Sünden. Wie hart muß mein Jesus büßen, was ich so leichtfertig begangen habe! Könnte ich doch die Blößen meines Erlösers bedecken, wie gerne wollte ich es thun! Wenn ich das Kleid dec ersten Unschuld noch habe, so habe ich den allerwürdigsten Anzug, die Blöße Jesu zu bedecken. Wie will ich also besorgt sein, dieses alleredelste Kleid immer sorgfältig zu bewahren! Habe ich aber das Kleid der Unschuld nicht mehr, so will ich wenigstens in Zukunft ewig keine Todsünde mehr begehen.
Vater unser. Uve Maria.
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Erbarme Dich meiner, o Jesu! erbarme Dich meiner, und sei mir gnädig wegen Deines heiligsten Leidens.
XI. Station.
Jesus wird an das Kreuz genagelt.
Ich bete Dich an, o Herr Jesu Christe! und benedeie Dich, weil Du durch Dein Kreuz die Welt erlöset hast.
Die grausamen Unmenschen, was thun sie doch jetzt mit meinem Jesus! wie entsetzlich peinigen 12


