Druckschrift 
Das Gebet der Fürbitte in Vereinigung mit dem göttlichen Herzen Jesu oder Apostolat des Gebetes durch Vermittlung des göttlichen Herzens Jesu / von einem Priester des Franziskaner-Ordens [i.e. Gaudentius Guggenbichler]
Entstehung
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die eifrige Uebung des Gebetes der Fürbitte! Ein stilles, verborgenes, ganz unscheinbares Leben. einer Gott wohlgefälligen Seele unter den Menschen, kann so vielleicht die ganze Erde mit seiner Thä­tigkeit bedecken, wenn es ein Leben ter Fürbitte ist, während der Eroberer, der Staatsmann, oder der Mann der Wissenschaft meistens nur einen verhältnismäßig kleinen Kreis haben, den sie theil­weise beeinflussen können. Das Gebet der Fürbitte allein hat die Macht einer weltumfassenden Wirk­samkeit; es gibt jedem Leben tie Macht, wahrhaft universell zu werden, überdll und jederzeit auf das Allgemeine wie auf das Besondere einzuwirken. D wenn einst der jüngste Tag und Christus zum Gerichte kommen, und uns das Buch der göttlichen Weltregierung offen sein wird; da werden wir mit Staunen sehen, wie das unsichtbare, stille Wirken des Gebetes ter Fürbitte neben dem äußern Wirken der Kirche durch die Jahrhunderte einhergegangen ist, und wie alle Eiege und Triumphe der Kirche und ihrer Kinder und Diener darin eine ihrer Haupts ursachen haben.

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Wie wohlgefällig aber vor Gott das Gebet der Fürbitte sei, mögen uns einige Worte aus den Schriften der Heiligen bezeugen. So sprach einst Gott zur hl. Mechtildis: Wenn Jemand aus brüderlicher Liebe für seinen in Noth und Trübfal sich befindenden Nebenmenschen betet, so ist mir ein solches Gebet sehr angenehm; wenn aber Je= mand für die ganze Kirche betet, und für seinen Mitmenschen gerade so als wie für sich selbst, dann wird durch ein solches Gebet der ganze Himmel erleuchtet und es ist, als ginge ein neues Licht auf."

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