Am Abende.
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Halme, aus der Blume ruft, du seift ein Geist, der Geist der ewigen Liebe! Ich betrachte die Wunder deiner Erde, und sehe mich erhaben durch meinen Geist, fühle mich erhaben durch deinen Odem über alles Erschaffene hienieden. Ich hebe die Blicke zu den Höhen der Sterne, und sehe, fühle meine Niedrigfeit vor dir, einziges, göttliches Wesen! Aber ich bin nicht Staub allein dieser Erde, dieser Staub ist beseelt von dem Hauche der Gottheit, und dieser Hauch erhebet mich in deine Nähe, mich, der ich in deiner Schöpfung durch deine Liebe mit dir verwandt bin. Deine Gütigkeit und deine Milde, o Herr! deine Erbarmung und deine Treue jagen es mir täglich, du seist mein Schöpfer, mein Gott und mein Erhalter; du seist mein Gesetzgeber, mein Lehrer, mein Führer, mein Tröster, mein Helfer, mein Beschützer und mein Vater. Ja, mein Vater bist du, Ewiger! denn als solchen zeiget dich mir deine Liebe, als solchen ließest du dich uns von deinem eingebornen Sohne verkünden. Muß ich nicht erzittern vor meiner Selbstfrage: War ich dir ein dankbar Kind in diesem Leben, diesen Tag


