über das Gebet.
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Eifer im Lobe Gottes gewahr werden, du aber willst ihn durch Nachläſſigkeit, Stillschweigen und Sündigen verachten? Wie verdorben muß nicht der Geschmack desjenigen sein, dem das Lob Gottes unangenehm vorkommt? Gib es nicht zu, erbarmender Gott! daß das Gebet, welches doch sonst alle Uebel zu heilen pflegt, durch meine große Nachläſsigkeit und Gemüthszerstreuung mir zur Sünde werde! Wie mag ich einer Ausschweifung Platz geben, da ich so nöthig hätte, die Zerstreuungen so vieler Menschen, die deiner vergessen haben, in einer Stunde zu ersetzen! Mit welcher Ehrerbietung aber werde ich vor dir erscheinen müssen, der du verlangst, daß ich statt aller Sünder, welche dich verunehren, statt aller Kinder, die dich nicht kennen, und statt aller Geschöpfe, denen die Sprache fehlt, loben soll!- Warum hältst du aber, o Herr! so viel auf das Lob eines armseligen Menschen! Welche Ehre ist für einen Hausvater größer, von seinen Söhnen oder von verworfenen Knechten gelobt zu werden? Vielleicht das Letztere; wenn nämlich die Knechte das Vergnügen zu erkennen


