Druckschrift 
Gebet- und Erbauungsbuch für katholische Christen / hrsg. von J. B. Devis, S. J., vormaligem Pfarrer zu Cöthen. Mit e. Titelkupfer. Mit Genehmigung der Apostol. Nuntiatur zu München
Entstehung
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Verschiedene Gesänge.

9. Dann werd' ich im Gerichte vor deinem Angesichte, von deinem Blute glänzend steh'n* und zu des Lammes Hochzeit geh'n.* Alleluja!

10. Alleluja! Alleluja! Alleluja!* Wie Du vom Tod erstanden bist,* laß uns ersteh'n, Herr Jesu Christ!* Alleluja!

Pfingstlied.

1. Komm, heiliger Geist, o dritte Person,* von einer Natur mit Vater und Sohn!* Der Du von seiner Sündenlast* so manches Herz befreiet hast. Komm, heiliger Geist, erwünschtester Gast!

2. Komm, heiliger Geist! auf uns jetzt herab,* so wie Dich einst Gott den Gläubigen gab,* als ihre noch geringe Zahl,* versammelt im verschloss'nen Saal,* sich sehnte nach Dir, Du göttlicher Strahl.

3. Komm, heiliger Geist! ein Tröster genannt,* es werde durch Dich der Kummer verbannt,* der uns verstört in uns'rer Pflicht:* Die Trägheit überwind't uns nicht,* wenn Du uns entflammſt, o mächtiges Licht!

4. Komm, heiliger Geist! Du Lehrer der Welt,* die Straße des Heils wird nimmer verfehlt,* wenn man sich nicht an Sekten tehrt,* die Kirche, die dein Einspruch lehrt,* mit kindlicher Treu' als Mutter verehrt.

5. Komm, heiliger Geist! vom himmlischen Thron!* Dir werde zugleich mit Vater und Sohn* in unzertheilter Wesenheit* von nun an bis in Ewigkeit* Anbetung und Dank und Jubel geweiht.

Frohnleichnamslied.

1. O Engel Gottes eilt hernieder* und menget euch in uns're Lieder;* der Tag ist festlich uns und euch.* Das Himmelsbrod, was wir heut' ehren,* mit dem sich uns're Seelen nähren,* dies Brod macht Mensch und Engel gleich.

2. O kommt, so wie ihr einst im Saale* bei Jesu leztem Abend­mahle* erstaunungsvoll zugegen war't;* ihr sahet dort das Brod Ihn brechen, ihr hörtet Ihn mit Liebe sprechen:* Dies nehmt vor meiner Himmelfahrt.

3. Dies ist mein Leib, den will Ich schenken,* es sei zu meinem Angedenken, so oft, ihr Freunde, dieses thut!* So oft ihr dies Ge­heimniß handelt,* wird Brod und Wein wie jetzt verwandelt* in eures Meisters Fleisch und Blut.

4. O Abgrund unbegriffner Güte!* war's nicht genug, in einer Hütte* für uns das Licht der Welt zu seh'n?* Die Zeit von mehr als dreißig Jahren* verachtet, arm und in Gefahren mit Undanf­baren umzugeh'n?