Vorwort.
zukünftigen Lebens"( 4, 8). Als Blüthen der Gottseligkeit kann man die Gebete frommer Seelen betrachten, denn der Apostel schreibt im nämlichen Briefe: „ Ich ermahne demnach, zuerst vor Allem zu verrichten Gebete, Bitten, Fürbitten, Dantjagungen für alle Menichen"( 2, 1). Ich will daher, daß da beten die Männer an jeglichem Orte, erhebend reine Hände, sonder Zorn und Gezänke; gleicherweise auch die Frauen mit Züchtigkeit und Eingezogenheit, wie sich ziemt für Frauen, welche sich zur Frömmigkeit bekennen durch gute Werte"( 2, 8-10).
Aus diesen Blüthen der Gottſeligfeit, nämlich aus dem Gebete frommer Seelen, reifen dann auch als Früchte die guten Werke, ein guter Kampf, das ewige Leben. Darum ermahnt der Apostel seinen Schüler Timotheus, daß er die Gottseligkeit üben solle, und schreibt ihm am Schlusse des Briefes:
Strebe nach Gerechtigkeit, Frömmigfeit, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmuth. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben,


