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Um 1. und 2. Sonntage nach Trinitatis.
Wege! Denn wer bat des Herrn Sinn| ibnen ginge, so würden sie Buße thun. erkannt? Oder, wer ist sein Rathgeber Er aber sprach zu ihm: Hören sie Mo. gewesen? Oder, wer bat ihm etwas sen und die Propheten nicht, so werden zuvor gegeben, das ihm werde wieder sie auch nicht glauben, obJemand von vergolten? Denn von ihm und durch den Todten auferstünde. ihn, und in ihm sind alle Dinge. Ihm fey Ebre in Ewigkeit, Amen.
Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Evangelium, Luc. 16 19-31. 8 war aber ein reicher Mann, der
cher Leinwand, und lebte alle Tage berrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwären, und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde, und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, bob er seine Augen auf, und sahe Abrabam von ferne, und Lazarum in seinem Schoos, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner, und sende Lazarum, daß er das Neußerste seines Fingers ins Wasser tauche, und fühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abrabam aber sprach: Gedenke Sohn, daß
Epistel, 1 Joh. 4, 16.21. ott ist die Liebe, und wer in der
und Gott in ihm. Daran ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in
Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ibn lieben, denn er bat uns erst geliebt. So Jemand spricht: Ich liebe Gott, und basset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siebet, wie kann er Gottlieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot ha. ben wir von ibm, daß, wer Gott liebet, daß der auch seinen Bruder liebe.
Um 2. Sonntage nach Trinitat.
Evangelium, Luc. 14, 16-24. Es war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl, und lut Viele dazu. Und sancte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist Ales bereitet. Und sie fingen an, Ade nach einander sich zu entschuldigen. Dererste
du dein Gutes empfangen haft in dei- sprach zu ihm: ich habe einen Acker genem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das Alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von binnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns berüber fabren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an die ſen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propbeten; laß sie dieselben bören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Torten zu
fauft, und muß hinausgeben, und ihn besehen; ichbittedich, entschuldigemich. Und der Andere sprach: Ich babe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gebe jetzt bin, sie zu beseben; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der Dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wie. der. Daward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gebe aus bald auf die Straßen und Gaffen der Stadt, und fübredie Armen, und Krüppel, und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr es ist ge schehen, was du befohlen hast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf


