22
aistinis Erste Abtheilung.
In bekannter Melodie.
34. Mir glauben an den ein'gen gott, Schöpfer himmels und der erden. Er, aller vater, unser gott, hieß uns seine kinder werden. Er will uns auch stets ernähren, Jedes wahre guth gewähren. Er erwog schon, eh' wir waren, Unsre rettung in gefahren. Er ist's, der für uns sorgt und wacht, Und alles steht in seiner macht.
2. Wir glauben auch an jesum christ, Gottes sohn, den eingebornen, Den herrn, der mensch geworden ist, Den erretter der verlornen. Er, er achtete
4) Von der
Mel. Wer nur den lieben gott 2c. oder: Du weiser schöpfer zc.
35. Beherrscher himmels und
der erden, Der du all
gegenwärtig bist, Bon niemand kannst
Vor dem ding verborgen ist; Auch ziehe mein gemüth zu dir, Und deine größe leb' in mir.
2. Wohin ich herz und augen lenke, Da find' ich deiner gottheit spur. Wenn ich voll andacht überdenke Dein werk, die herrliche natur, So ruft sie nah und fern mir zu: Wie groß ist gott, wie klein bist du!
3. Uns zeigen alle elemente, Wie weis' und gut der schöpfer sey; O wenn das stumme reden könnte, Es stimmte der ermunt'rung bei; Rühmt, menschen, gottes güt' und macht, Die euch und uns hervorgebracht!
4. Herr, gott, wie groß ist deine liebe; Die erd' ist deiner güte voll. Verleih' mir deines geistes triebe, Dich zu erkennen, wie ich soll. Nimm, was ich kann und hab' und bin, zu deinem dienst auf ewig hin.
sein leben nicht zu theu'r, für uns zu geben. Er erstand; herrscht, hoch erhöbet, In dem reich, das nie vergehet; Er läßt auch uns im grabe nicht, Und kommt dereinst zum weltgericht.
5. Hilf, daß die güter dieser erden Mich zu dir locken, höchstes gut. Daß sie mir nicht zum fallstrick werden, und ihr Genuß mir schaden thut. Laß allen mißbrauch ferne seyn; Mein legtes ziel sey du allein.
3. Wir glauben an den heil'gen geist, Unsern göttlichen regierer, Den jesus christus uns verheißt, Uns zum betstand und zum führer. Der in trübsal seine christen Eilt mit muth und kraft zu rüsten; Der uns lehrt vergebung finden, Und der tugend werth empfinden, Er flößet uns in todesschmerz. Des ew'gen lebens trost ins herz.
Schöpfung.
gefällt; Und end ich diesen kurzen lauf, So nimm zu deiner ruh mich auf.
Mel. Wie schön leuchtet der zc.
36. Gott, dessen starke band die
welt hat noch erhält, Ich sehe deine güte; Ich sehe sie und werd' entzückt, Wohin auch nur mein auge blickt, So bald ich mein gemüthe Auf dich, Schöpfer, Achtsam lenke Und ich denke, Find' ich armer Dich als vater und erbarmer.
2. Seh ich, so weit mein auge reicht, Gen himmel, so entdeck' ich leicht Die spuren deiner güte. Der himmelslichter lauf und pracht, Sein sternenheer, das du gemacht, Erwecket mein gemüthe, Großer Schöpfer, Dich zu singen, Dir zu bringen Ehr' und stärke. Groß sind deiner allmacht werke.
3. In ungewittern, sturm und wind, Die deines thrones diener sind, Entdeck' ich deine güte. Das feuer, wie der wasser grund, Macht deine große liebe fund. Mit fröhlichem gemüthe Will ich Täglich Darauf achten, Und betrachten Deine werke; Rühmen deine huld und stärke.
4. Dein erdreich, gott, das jedermann Giebt brød und kleider, seb' ich an Und schmecke deine güte; Ich lrieche, fühl und höre sie Im feld
6. Hier ist mein leben eine reise, und wald; ich sehe sie In aller fluHier geht mein weg zur andern welt; ren blüthe. Vor dir Zeugen Alle Drum mache du mich fromm und dinge, So geringe Sie mir scheinen: weise, Daß ich hier thu', was dir Wie im größen, so im kleinen.


