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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
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este Erste Abtheilung.

herzig, und von duldendem gemüthe; 4. Wo ist ein gras! wo nur ein Will denen heil und ew'ge luft besche- blatt, Ein stäublein auf der erde, ren, Die ihn verehren.

Wodurch, o mensch, nicht gottes rath Und kraft verherrlicht werde: D, wie ist seine macht so reich! Was aber deiner trägheit gleich, Daß du's nicht siehst, nicht fühleft?

2. Er handelt nicht mit uns nach unsern sünden, Und läßt verschonend uns das nicht empfinden, Was wir, weil wir ihm unser herz nicht gaben, Verschuldet haben.

3. Hoch ist der himmel über seiner erde, So groß ist auch, daß er gelie­bet werde, Die huld des herrn bei denen, die ihn lieben, Und gutes üben. 4. So zärtlich sich ein vater seiner kinder Erbarmet, so erbarmt sich gott der fünder, Wenn sie von herzen sich zu ihm bekehren, Ihm treue schwören.

5. Er schlägt und heilt, verwundet, läßt genesen; Er weiß, der mensch ist ein zerbrechlich wesen; Er denkt daran, daß das geschöpf aus erde Doch asche werde.

6. Von ewigkeit zu ewigkeiten wäh­ret Die gute gottes dem, der tugend ehret. Ach! leite denn auch mich auf deinem pfade, Du gott der gnade!

7. So werd ich ewig deiner huld genießen; So wird mein leben sanft vor dir verfließen: So werd' ich dort mit allen engelchören Dich fröhlich ehren.

Mel. Es ist das heil uns kommen zc. oder: Eigene Melodie.

25. Lob

obsinget gott und betet an! Es dank', es rühm', es singe, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie groß, wie schön ist seine kraft! Wie Herrlich, wie untadelhaft Sind alle feine werke!

5. Gab seine macht, die schöpferin, Zum führer deines lebens Dir deinen geist, so manchen sinn, So viel gefühl vergebens? Für wen, für wen, als dich, erschafft, Erhält und schmücket seine kraft So viele große werke?

6. Dein gott bedarf nichts; seine hand, Die seine schöpfung schmückte, Gab dir empfindung und verstand, Damit er dich beglückte. Willst du, o mensch, nicht glücklich seyn? Will sich nicht deine seele freun, Nicht immer froher werden?

7. Er selbst entflammt in deiner brust Die sehnsucht nach vergnügen. Er schuf auch quellen, die voll lust Stets rinnen, nie versiegen. Gieb nur auf seine güte acht; Denn seine segenvolle macht Schafft allen wahre freude.

8. Dir wohlzuthun, das ist ihr ziel; Laß dich zum Dank erwecken! O hätt' ich doch genug gefühl, Wie gut er ist, zu schmecken! Ist seiner wohnung vor hof schon so schön; wie wird mich einst sein thron, Wie wird er selbst entzücken!

3. Nicht wunder für das aug' al­lein: Auch wunder für die seele: Damit es ihr, sich zu erfreun, An keiner schönheit fehle. Wie kunstvoll ändert gott sie ab! Dem mangelt, was er andern gab; Und jedes ist doch herrlich.

9. Lobsinget gott und betet an! Es dank, es rühm, es singe, Es jauchze, wer nur jauchzen kann, Dem schöpfer aller dinge! Wie groß ist unsers schöpfers macht! Wie herrlich, wie untadelhaft Sind alle seine werke!

wie seiner Mel. Nun lob, mein seel', den ic. macht Mit allen ihren heeren Die 26. Ons wohlzuthun ist deine gott, du bist die

himmel! wie viel licht und pracht Bestrahlt sie, ihr zu ehren! Das auge steht sich nimmer satt, Sieht, was es auch gesehen hat, Doch immer neue wunder!

lust. Drum preist mit frohem triebe Dich unsre dankerfüllte brust. Wie so gar ohne grenzen Ist deine gütig­teit! So weit die himmel glänzen, Uebst du barmherzigkeit. Du siehst mit wohlgefallen Auf das, was du gemacht; Und hast auch uns, uns allen, Viel gutes zugedacht.

2. Uns ewig zu beglücken, Erschufft du uns und deine welt, Die hier schon zum entzücken So viele wunder in sich