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Neues Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden in den kurfürstlich-hessischen Landen
Entstehung
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12

Erste Abtheilung.

2) Von den Eigenschaften Gottes.

a. Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes.

Mel. Liebster jesu, wir sind hier.

11.

ott, du bist von ewigkeit! Deine majestät und größe Mehrt und mindert keine zeit: Gieb, daß ich nie das vergesse, Nie auf krea­turen baue, Sondern dir alleinvertraue.

2. Ewig und unwandelbar Ist dein grenzenloses wissen. Was dir einmal wahrheit war. Wirds auch ewig bleiben müssen. Nie kanns deiner weisheit feh­len, Nur das beßte zu erwählen.

3. Du bist nicht, wie menschen sind, Daß dich etwas reuen sollte! Bleibest immer gleich gesinnt, Und was je dein rathschluß wollte, Weiß dein mächtiges regieren Herrlich auch hinauszufübren.

4. Sünden bist du ewig feind! Wehe denen, die sie lieben! Ewig bleibst du derer freund, Die, was recht und gut ist, üben. Lehre mich in allen dingen Deinen willen treu vollbringen.

5. Immer ist dirs eine lust, Men­schenkinder zu beglücken. Wohl dem, der sich auch mit lust Lernt in deine ordnung schicken. Der, der geht auf sichern wegen Deinen segnungen entgegen.

6. Deine worte trügen nicht, Du du bist der ewig treue, Der das hält, was er verspricht: Gieb, daß ich mich dessen freue, Und mich, bist ich einst erfalte, Fest an deine wahrheit halte.

7. Mag doch dann die welt vergehn, Mag mich alles doch verlassen: Du, du bleibst mir ewig stehn. Deine huld wird mich umfassen, Wenn ich einst von hin­nen scheide. Ewig bist du meine freude.

Mel. Dreieinigkeit, der gottheit zc. oder: Erhabner gott, was 20. err gott, du bist die zu

3. Du hast vorbin die erbe zubereitet; Dein arm hat, gott, den himmel aus­gebreitet: Doch sie vergehn, veralten wie ein kleid; Du aber daurst in alle ewigkeit.

4. Das ist der trost, die Hoffnung aller frommen: Du schüßest sie und läßst sie nicht umkommen. Ihr redlich herz kann sich stets deiner freun. Du bleibst ihr gott, und sie sind ewig dein.

5. Das sey mein trost in allen trüben stunden: Vom tode selbst werd ich nicht überwunden. Nicht er, nur sünd trennt mich, o gott, von dir, Du bleibst mein trost, mein heil, auch ewig mir.

12.

du bist gott in allen ewigkeiten; Du warst es schon, eh erd und himmel ward, Eh du dich noch uns hast geoffenbart.

Mel. Sey lob und ehr dem 2c.

13. Unendlicher, den keine zeit

mit ihren

ken! Beim anblick deiner ewigkeit Ver­gehn mir die gedanken. Ich sinne nach bewundrungsvoll, Und weiß nicht wie ichs fassen soll: Du bistund bleibestewig.

2. Noch ward von keiner sonne licht Durch eine welt verbreitet; Die himmel jauchzten dir noch nicht, Durch deine macht bereitet; Noch war kein land, noch strömt kein meer An hoher berge gründen her: Du aber warst schon ewig!

3. Von ewigkeit her sahest du Die künftge welt entstehen, und maßest thre zeit ihr zu, Und sabst sie untergehen. Vom engel bis zum wurm berab Wogst jedem du sein schicksal ab Und nannteſt ihn mit namen.

2. Was bin ich, berr, was alle men­schenkinder? Staub ist vor dir der hei­lige, der sünder. Wie schnell enteilt dies leben doch von mir! Du, höchster! du nur bleibest für und für.

4. Längst steht nun deine schöpfung da, Von dir bisher erhalten. Einst kommt sie ihrem ende nah; Sie eilet zu veralten. Denn ihrer fahre werden viel, Und du bestimmtest ihr ein ziel,

5. Kaum eine stund ist es vor dir Vom anfang bis zum ende. Kaum augenblicke leben wir, Die werke dei­ner hände. Niemals nimmt, gott, dein alter zu: In aller ewigkeit wirst du Derselbe seyn und bleiben.

6. Ja, du bist ewig, stirbest nie, Bleibst ewig meiner seele Der fels,